Dienstag, 25. August 2015

schnief schnief schnief

Fieber. Nackenschmerzen des Todes. Rotznase. Ekelhaftes brennen in der Brust.
Die Bazillenmonster haben mich erwischt.
Mir war das so unangenehm heute im Flüchtlingsheim anzurufen und mich krankzumelden. Nach nicht mal 2 Wochen arbeiten gleich krank.
Ich hoffe das war nur Zufall. Die andere Möglichkeit besteht darin, dass mein Immunsystem einfach zu schwach ist und die Bazillenmonster nicht abwehren kann und es so unmöglich für mich wird da zu arbeiten.
Bis dahin liege ich unter einem Berg aus Taschentüchern begraben und leide vor mich hin.

Mittwoch, 19. August 2015

tanzend zum Mittag

Gestern war Kinder-Disco und die wollten was von meiner Musik hören. Die Orsons hatten die einzigen "kindertauglichen" Songs. Zwei Mädels haben da ne richtige Show hingelegt und sich beyoncemäßig bewegt. krass was Kinder für Selbstbewusstsein haben. Nach zwei Stunden durchtanzen waren die so kaputt. Die eine habe ich dann Huckepack genommen und nach Hause getragen.

Zum Mittag haben wir heute alle zusammen Pizza gemacht. Am riesigen Tisch saßen wir und haben gegessen. Die ihre Pizza und ich ne Banane, wegen meiner Allergie. 
Auch wenn ich sagen kann, ich habe keine Magersucht mehr, habe ich trotzdem Verhaltensweisen, die ich wohl nie wirklich ablegen kann. Die Allergie rettet mich auch sehr. Ich bekomme so "erlaubterweise" einen Sonderstatus. Auch wenn ich nicht gerne der Sonderling bin, beim essen geht es nicht anders.
"Paula kommst du jetzt mit spielen?"
"Ich brauch noch kurz. Geh schon vor, ich komm dann nach."
"Maaaaan wie lange brauchst du denn für eine Banane?"
Unter erwartenden Augen esse ich so schnell ich kann auf. Den Blick gesenkt. Ich ertrage es nicht Augenkontakt beim essen zu haben. Vorallem wenn man abbeißt/Gabel oder Löffel zum Mund führt.
Frau Doktor sagt, dass hat wieder mit der Aggressivität zu tun.
Diese dunkle Vergangenheit mit den bösen Raubtieren wird immer mein Verhalten bestimmen. 


(tumblr)


Freitag, 14. August 2015

Kindergarten

Ich hatte die Bewerbung Dienstag abgeschickt.
Donnerstag war ich dann da und hab gleich gearbeitet.
Die Betreuerin ist super nett. Mir fällt auf wie schwer es ist ein Gespräch zu führen, bisschen was vom Leben erzählen, ohne die ganze Psycho-Scheiße, und trotzdem für den anderen verständlich zu machen warum man gewisse Dinge tut. So hatte ich das Gefühl, ohne Erklärung, wie ein Vollspasti zu wirken. Was natürlich auch an meiner negativen Selbstwahrnehmung liegt.
Heute waren es wieder so 34° und im Garten haben wir mit einem Wasserschlauch gespielt. Die Kinder haben so sehr gelacht und Spaß gehabt. Eine meinte dann auch zu mir: "Heute war der schönste Tag."
Die Jungs machen mich echt fertig. Jede Sekunde soll ich irgendwo hingucken, um ihre Kunststücke zu bestaunen und jeder will höher, besser und weiter sein.
Bezug zu Kindern hatte ich nie. Ich bin die Jüngste in der Familie. Durch die unterschiedlichen Altersgruppen bekomme ich mehr Einblick in die Kinderwelt. Vieles ist mir komplett fremd. Das schlimmste ist: "Aber der hat das auch gemacht." "Wenn er mich mit Sand beschmeißt, mach ich das auch." Ich komme dann die letzten 2 Tage immer mit meinen Erklärungen, warum das kompletter Blödsinn ist. Bisher ohne Erfolg :D

Vorallem fällt es mir schwer Befehle zu geben und Dinge zu verbieten. Ich bin einfach nicht so der Mensch, der sich über andere stellt. Aber ich denke das es auch gut ist. Frau Doktor sagt, dass mir jegliche Aggressivität fehlt (nicht schlagen oder so. Sondern diese Aggressivität, die uns dazu bringt auf Menschen zu zugehen, Nein sagen, Wünsche durchsetzen etc.). Vielleicht lerne ich das so.
Bin eh gespannt was sie sagen wird. Übernächste Woche sehe ich sie wieder, nach 3 Wochen. Sie wird sich so freuen, ich sehs schon vor mir. Wie alle um mich rum.
Nur ich sitze hier und an mein Gedanken hat sicht nichts geändert. Gut, hab ja noch bisschen Zeit vor mir.

Montag, 10. August 2015

Veränderungen sind nicht mein Ding, trotzdem nötig

Ich muss was verändern. Auch wenn nur die kleinsten Veränderungen für mich die Hölle sind.
Sieht dann bisschen so aus:


haha der Knaller. Nur meistens verfalle ich in Schockstarre und spiel tot. Erst danach kommt das Ausrasten.

Aber es ist nunmal Fakt, dass ich seit Wochen ein Gefühl von .. ich weiß nicht was habe.
Ich bin unzufrieden. Ich kann mich selbst nicht mehr ertragen. Und wenn ich 24/7 nur mit mir verbringe tut mir das gerade einfach nicht gut. Ich drehe mich im Kreis und davon wird mir schlecht.
alles zum kotzen
Ich bin gerade dabei eine Bewerbung als Helferin für ein Flüchtlingsheim in meiner Nähe zu schreiben. Ob ich sie abschicke oder nicht, ob ich angenommen werde oder nicht, ich fühle mich alleine dadurch schon besser. Das zeigt mir, dass ich endlich etwas ändern muss. Nach 3 Jahren Isolation endlich raus und gucken obs da was gibt, wodurch das alles lebenswerter wird.

Dienstag, 4. August 2015

verblendung

Ich trete aus dem Schatten ins Licht.
scheiße is das hell. wie haltet ihr das aus?
eine Zigarette später und vollkommen verblendet, gehe ich wieder rein. 
Nach ein paar Minuten kann ich erst wieder richtig gucken.
Vorher waren da diese Formen, die durch die Sonne kommen.
weiß einer wie das heißt?
haha ich mach dann immer laut Musik an und bin in meiner Welt. umgeben von diesen Sonnenspiegelungen, 
oder wie das auch immer heißt.

"Ich ein paar Stunden später im Park, überall Farben.
Ich seh warmen Wind seine Bahnen ziehn, über das hohe Gras.
und ich bin weit fort. Depressionen weit fort
Denk an all den Scheiß dort mit keinem Wort. Ich bin frei davon,
dacht ich. Und jetzt sitz ich hier. Aufgewacht, Depression -
Was bringt das Leben so? Steh ichs durch oder nehm ich Drogen?"


die Frage erübrigt sich
Tua - Endpunkt
wunderbares Lied